Micron Document
<!DOCTYPE html>
<html class="client-nojs vector-feature-language-in-header-enabled vector-feature-language-in-main-page-header-disabled vector-feature-page-tools-pinned-disabled vector-feature-toc-pinned-clientpref-0 vector-toc-not-available vector-feature-main-menu-pinned-disabled vector-feature-limited-width-clientpref-1 vector-feature-limited-width-content-enabled vector-feature-custom-font-size-clientpref-1 vector-feature-appearance-pinned-clientpref-0 skin-theme-clientpref-day vector-sticky-header-enabled" lang="de" dir="ltr"><head>
<meta charset="UTF-8">
<title>Jōdo-shū</title>
<meta name="viewport" content="width=device-width, initial-scale=1.0">
<link rel="icon" type="image/png" href="./_res_/favicon.png">
<link rel="canonical" href="https://de.wikipedia.org/wiki/J%C5%8Ddo-sh%C5%AB"> <link href="./_mw_/ext.wikimediamessages.styles.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link href="./_mw_/skins.vector.icons.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link href="./_mw_/skins.vector.search.codex.styles.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link href="./_mw_/skins.vector.styles.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<meta name="ResourceLoaderDynamicStyles" content="">
<link href="./_mw_/ext.gadget.citeRef.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link href="./_mw_/ext.gadget.defaultPlainlinks.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link href="./_mw_/ext.gadget.dewikiCommonHide.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link href="./_mw_/ext.gadget.dewikiCommonLayout.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link href="./_mw_/ext.gadget.dewikiCommonStyle.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link href="./_mw_/ext.gadget.dewikiDarkmode.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link href="./_mw_/ext.gadget.dewikiResponsive.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link href="./_mw_/ext.gadget.specialSearch.css" rel="stylesheet" type="text/css">
<link rel="stylesheet" type="text/css" href="./_mw_/site.styles.css">
<link rel="stylesheet" type="text/css" href="./_mw_/noscript.css">
<link rel="stylesheet" type="text/css" href="./_res_/footer.css">
<link rel="stylesheet" type="text/css" href="./_res_/vector-2022.css">
</head>
<body class="skin--responsive skin-vector skin-vector-search-vue mediawiki ltr sitedir-ltr mw-hide-empty-elt ns-0 ns-subject page-Jōdo-shū rootpage-Jōdo-shū skin-vector-2022 action-view">
<div class="mw-page-container">
<div class="mw-page-container-inner">
<div class="mw-content-container">
<main id="content" class="mw-body">
<header class="mw-body-header vector-page-titlebar">
<h1 id="firstHeading" class="firstHeading mw-first-heading"><span class="mw-page-title-main">Jōdo-shū</span></h1>
</header>
<a id="top"></a>
<div id="bodyContent" class="vector-body ve-init-mw-desktopArticleTarget-targetContainer" aria-labelledby="firstHeading" data-mw-ve-target-container="">
<div id="contentSub">
<div id="mw-content-subtitle"></div>
</div>
<div id="mw-content-text" class="mw-body-content mw-content-ltr" lang="de" dir="ltr"><div class="mw-content-ltr mw-parser-output" lang="de" dir="ltr">
<p><b>Jōdo-shū</b> (<a href="Japanische_Schrift" title="Japanische Schrift">jap.</a> <span lang="ja-Jpan" class="Jpan">浄土宗</span>, dt. „Schule des Reinen Landes“) ist eine Schule des <a href="Buddhismus_in_Japan" title="Buddhismus in Japan">japanischen Buddhismus</a>, die dem sogenannten <a href="Amida-Buddhismus" class="mw-redirect" title="Amida-Buddhismus">Amida-Buddhismus</a> bzw. dem Buddhismus des Reinen Landes zuzuordnen ist. Laut Tradition wurde sie im Jahr 1175 durch den <a href="Tendai" class="mw-redirect" title="Tendai">Tendai</a>-Mönch <a href="H%C5%8Dnen" title="Hōnen">Hōnen</a> (1133–1212) gestiftet.
</p><p>Im Zentrum der Lehre steht das Vertrauen in die Kraft des Buddha <a href="Amit%C4%81bha" class="mw-redirect" title="Amitābha">Amitābha</a> (Skt. Unermessliches Licht) bzw. Amitāyus (Skt. Unermessliches Leben) (<span style="font-style:normal;font-weight:normal"><a href="Japanische_Sprache" title="Japanische Sprache">japanisch</a></span> <span lang="ja-Jpan" class="Jpan" style="font-style:normal">阿弥陀</span>, <i>Amida</i>) und die Hoffnung auf eine Wiedergeburt (wörtlich "Hingeburt", <i>ōjō</i> 往生) in seinem <i>Reinen Land</i> (<style data-mw-deduplicate="TemplateStyles:r184932623">
/* start https://de.wikipedia.org/ */


.mw-parser-output .Hani{font-size:110%}


/* end https://de.wikipedia.org/ */
</style><span lang="zh-Hani" class="Hani">淨土</span>, <i><span lang="zh-Latn" style="font-style:italic">jìngtǔ</span></i>; jap. <i>jōdo</i>).
</p><p>Dem Buddhismus des Reinen Landes, inklusive der größeren, aus der Jōdo-shū hervorgegangenen <a href="J%C5%8Ddo-Shinsh%C5%AB" title="Jōdo-Shinshū">Jōdo-Shinshū</a> gehören aktuell knapp 20 Millionen Japaner an. Die Jōdo-shū selbst, die <a href="H%C5%8Dnen" title="Hōnen">Hōnen</a> als ihren Gründer betrachtet, zählt in Japan etwa 6 Millionen Anhänger, 6.932 Tempel und 8.000 Geistliche (über 90 Prozent Männer) und ist damit eine der wichtigsten japanischen buddhistischen Denominationen.
</p>

<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Geschichte">Geschichte</h2></div>
<p>Der Tradition zufolge, wurde die Jōdo-shū 1175 vom Tendai-Mönch <a href="H%C5%8Dnen" title="Hōnen">Hōnen</a> (1133–1212) gegründet, als er beschloss, das Enryakuji-Kloster auf dem Berg Hiei nordöstlich von <a href="Ky%C5%8Dto" title="Kyōto">Kyōto</a> zu verlassen, um seine Lehre des Reinen Landes in der Bevölkerung zu verbreiten. Hōnen propagierte die damals schon populäre Praxis, den Namen des Buddha <a href="Amitabha" title="Amitabha">Amida</a> verehrungsvoll zu intonieren (eine Praxis, die im Japanischen <i><a href="Nenbutsu" class="mw-redirect" title="Nenbutsu">nenbutsu</a></i> 念仏, von Skt. <i>buddhânusmŗti</i>, "Buddha-Vergegenwärtigung", genannt wird), in dem Wunsch, in dessen Reines Land der Höchsten Glückseligkeit geboren zu werden. Er behauptete, dies sei die einzig angemessene und zielführende Praxis in der "Endzeit des <a href="Dharma" title="Dharma">Dharma</a>". Hōnen wählte die sogenannten Drei Sūtras vom Reinen Land (<i>jōdo sanbukyō</i> 浄土三部経) als autoritative Grundlage seiner Lehre und sah sich der Interpretation dieser Schriften durch den chinesischen Mönch Shandao 善導 (613–681) verpflichtet.
</p><p>Unter der ideellen Leitung Hōnens wuchs die Bewegung der „hingebungsvollen und ausschließlichen Buddha-Vergegenwärtigung“ (<i>ikkō senju nenbutsu</i> 一向専修念仏) rasch an und wurde zu einer der populärsten, aber auch umstrittensten Schulen des japanischen Buddhismus. Viele Mönche, Nonnen und Laien schätzten Hōnens einfache, aber überzeugende Botschaft, die auch sündigen und unbegabten Menschen die sichere Befreiung aus dem Kreislauf von Geburt und Tod garantierte. Die etablierten buddhistischen Orden und Schulen kritisierten die Bewegung allerdings dafür, intolerant, ausgrenzend, einseitig und häretisch zu sein. Nachdem eine Reihe von Skandalen die Befürchtung ausgelöst hatte, Hōnens Anhänger könnten soziale Unruhen auslösen und den Niedergang des Landes bewirken, gaben die weltlichen Behörden den Forderungen des buddhistischen Establishments nach und verboten die Aktivitäten der Bewegung im Jahr 1207. Hōnen und sechs seiner engsten Schüler, darunter auch <a href="Shinran" title="Shinran">Shinran</a>, Gründer der Jōdoshin-shū wurden in den Laienstand zurückversetzt und in die Verbannung geschickt. Zwei Mönche aus dem engsten Umfeld Hōnens wurden sogar hingerichtet. Der Popularität der Lehre vom Reinen Land taten diese und weitere Unterdrückungsmaßnahmen jedoch keinen Abbruch.
</p><p>Nach Hōnens Tod im Jahr 1212 spaltete sich die Bewegung in mehrere Zweige auf, unter denen der sogenannte Chinzei-Zweig 鎮西派 schließlich dominierte. Spricht man heute von "Jōdo-shū", ist damit in der Regel dieser Zweig gemeint. Trotz ihrer Popularität unter einfachen Menschen ebenso unter den Eliten, gelang es der mitunter als "Anhängsel-Sekte" der <a href="Tendai-sh%C5%AB" title="Tendai-shū">Tendai-shū</a> geschmähten Jōdo-shū bis zum frühen 17. Jahrhundert nicht, als unabhängige Denomination anerkannt zu werden. Nach dem <a href="Zweiter_Weltkrieg" title="Zweiter Weltkrieg">Zweiten Weltkrieg</a> spalteten sich mehrere Fraktionen ab, die aber 1962 wieder fusionierten. Der <a href="Chion-in" title="Chion-in">Chion-in</a>, ein Tempel, der 1234 von Hōnens Schüler Genchi 源智 (1182–1238) an der Stelle in Kyōto gegründet worden war, wo sein Meister einst residiert hatte, gilt als das Hauptquartier der Jōdo-shū. Ein zweiter, deutlich kleiner Zweig der Jōdo-shū ist die Seizan-ha 西山派, die weniger als 500.000 Anhänger hat.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Gegenwärtige_Situation"><span id="Gegenw.C3.A4rtige_Situation"></span>Gegenwärtige Situation</h2></div>
<p>Eine monastische Lebensweise, nach Hōnens Verständnis keine Heilsbedingung, wird heute hauptsächlich von einigen Nonnen aufrechterhalten, während die Tempel in der Regel von verheirateten männlichen Priestern geführt werden. Diese gehen, wie die Priester anderer Denominationen in Japan auch, meist noch einem anderen Beruf nach, da die Einkünfte aus dem Tempelbetrieb in der stark säkularisierten und schrumpfenden Gesellschaft zum Leben oft nicht mehr ausreichen. Das Priester-Amt ist quasi in einer patrilinearen Sukzession erblich
Die Jōdo-shū betreibt heute Universitäten, Hochschulen, Schulen und Kindergärten und fördert verschiedene wissenschaftliche und soziale Aktivitäten. Sie ist Mitglied der Japan Buddhist Federation, durch die sie auch mit der <a href="World_Fellowship_of_Buddhists" title="World Fellowship of Buddhists">World Fellowship of Buddhists</a> verbunden ist. Wichtige Hochburgen der Jōdo-shū außerhalb Japans sind Regionen mit einer großen japanischen Bevölkerung wie <a href="Hawaii" title="Hawaii">Hawaii</a> (14 Institutionen), den Vereinigten Staaten (2 Tempel) und <a href="Brasilien" title="Brasilien">Brasilien</a> (2 Tempel). Bisher hat die Konfession keine nennenswerten missionarischen Aktivitäten unter Nicht-Japanern entwickelt.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Literatur">Literatur</h2></div>
<ul><li>Blum, Mark L. <i>The Origins and Development of Pure Land Buddhism: A Study and Translation of Gyōnen's Jōdo Hōmon Genrushō</i>. New York: Oxford University Press, 2002</li>
<li>Coates, Harper H. and Ishizuka Ryūgaku, eds. <i>Hōnen the Buddhist Saint: His Life and Teaching. Compiled by Imperial Order</i>. 5 vols. Kyoto: The Society for the Publication of Sacred Books of the World, 1949 [1925]</li>
<li><a href="Christoph_Kleine" title="Christoph Kleine">Christoph Kleine</a>: <i>Hōnens Buddhismus des Reinen Landes: Reform, Reformation oder Häresie?</i> (Religionswissenschaft Bd. 9.) Frankfurt/Main 1996, ISBN 3-631-49852-7.</li>
<li><a href="Christoph_Kleine" title="Christoph Kleine">Christoph Kleine</a>: <i>Der Buddhismus in Japan: Geschichte, Lehre, Praxis.</i> Mohr Siebeck, Tübingen 2011, ISBN 978-3-16-150492-1.</li>
<li><a href="Christoph_Kleine" title="Christoph Kleine">Christoph Kleine</a>. <i>Der Buddhismus des Reinen Landes: Aus der chinesischen und der japanischen Tradition</i>. 1. Aufl. Berlin, Berlin: Insel Verlag; Verlag der Weltreligionen, 2015.</li>
<li><a href="Christoph_Kleine" title="Christoph Kleine">Christoph Kleine</a>: “Jingtu zong/Jodo shu.” In Religion in Geschichte und Gegenwart, 4. Aufl. Vol. 4. Edited by Hans Dieter Betz et al., 505–6 4. Tübingen, 2001.</li>
<li><a href="Christoph_Kleine" title="Christoph Kleine">Christoph Kleine</a>: “Jodoshu.” In Religions of the World: A Comprehensive Encyclopedia of Beliefs and Practices. Edited by Gordon Melton und Martin Baumann, 725. Santa Barbara, Denver, London, 2002.</li>
<li>Daigan Matsunaga, Alicia Matsunaga: <i>Foundation of japanese buddhism, Vol. 2: The Mass Movement (Kamakura and Muromachi Periods).</i> Buddhist Books International, Los Angeles/Tokyo 1996, ISBN 0-914910-28-0.</li>
<li><i>Traversing the Pure Land Path: A Lifetime of Encounters with Honen Shonin.</i> Jodo Shu Press, 2005, ISBN 4-88363-342-X, S. 89–94.</li>
<li><a href="Hisao_Inagaki" title="Hisao Inagaki">Hisao Inagaki</a>, Harold Stewart (Übers.): <i>The Three Pure Land Sutras.</i> Numata Center for Buddhist Translation and Research, Berkeley 2003, ISBN 1-886439-18-4 <a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.bdk.or.jp/pdf/bdk/digitaldl/dBET_ThreePureLandSutras_2003.pdf">PDF</a>.</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Weblinks">Weblinks</h2></div>
<ul><li><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.jodo.or.jp/">Offizielle Website</a> – Japanisch</li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.jodo.org/">Offizielle Website</a> – Englisch</li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.jsri.jp/">JSRI – Jodo Shu Research Institute</a> (englisch)</li></ul>
<div class="hintergrundfarbe1 rahmenfarbe1 navigation-not-searchable normdaten-typ-s" style="border-style: solid; border-width: 1px; clear: left; margin-bottom:1em; margin-top:1em; padding: 0.25em; overflow: hidden; word-break: break-word; word-wrap: break-word;" id="normdaten">
<div style="display: table-cell; vertical-align: middle; width: 100%;">
<div>
Normdaten&nbsp;(Sachbegriff): <a href="Gemeinsame_Normdatei" title="Gemeinsame Normdatei">GND</a>: <span class="-print"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://d-nb.info/gnd/4316409-2">4316409-2</a></span> </div>
</div></div></div><!--htdig_noindex--><div><div class="zim-footer">
Dieser Artikel wurde von <a class="external text" title="Zuletzt bearbeitet am 2024-11-13" href="https://de.wikipedia.org/wiki/?title=J%C5%8Ddo-sh%C5%AB&amp;oldid=250301686">Wikipedia</a> herausgegeben. Der Text ist unter <a class="external text" href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/deed.de">Creative Commons Attribution-Share Alike 4.0</a> verfügbar, sofern nicht anders angegeben. Für die Mediendateien können zusätzliche Bedingungen gelten.
</div>
</div><!--/htdig_noindex--></div>
</div>
</main>
</div>
</div>
</div>
<script src="./_webp_/webpHandler.js"></script>

</body></html>